Burg Brattenstein

Majestätisch thront die Burg Brattenstein über Röttingen und erzählt von einer bewegten Geschichte.
Erstmals 1230 erwähnt, wechselte die Burg im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ihre Besitzer, darunter bekannte Adelsgeschlechter wie die Herren von Hohenlohe, Götz von Berlichingen und das Hochstift Würzburg.

Nach ihrer zwischenzeitlichen Nutzung als Flüchtlingslager und später durch eine Kleiderfabrik stürzten Teile der Burganlage 1971 ein. Die Stadt Röttingen entschied sich jedoch für den Erhalt und die Restaurierung. So ist die Burg heute nicht nur ein eindrucksvolles Zeugnis der Vergangenheit, sondern auch eine kulturelle Bühne für die Gegenwart.

Seit 1984 bildet der Burghof die malerische Kulisse für die alljährlich stattfindenden “Frankenfestspiele Röttingen”, die mit Musicals, Operetten und Schauspiel unter freiem Himmel begeistern. Viele bekannte Künstler traten seither auf der Festspielbühne auf.

Ein weiteres Highlight der Burganlage ist der “Stadtbalkon”, der im Zuge des Wiederaufbaus des Ostflügels 2018 entstand und nicht nur eine überdachte Zuschauertribüne beherbergt, sondern auch einen spektakulären Blick über die Dächer Röttingens bietet.

Zur Burganlage gehört die historische Zehntscheune mit dem darunterliegenden Zehntkeller, einst Lagerstätte für den Zehntwein der fürstbischöflichen Obrigkeiten und Adeligen. Heute dient das Gebäude als Haus der Generationen.

Im Westflügel der Burg befindet sich der „Bacchuskeller“, hier ist ein kleines, eindrucksvolles Weinmuseum eingerichtet. Seine historische Decke mit größtenteils noch originaler Farbgebung stammt aus dem Jahr 1580, der Zeit des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter. Die Verbindung von Historie und Genuss macht diesen Ort zu einem Muss für Weinliebhaber und Kulturinteressierte gleichermaßen.

Im Westen der Burg lädt das liebevoll gestaltete Paracelsus-Gärtchen zum Verweilen ein. Es erinnert an das Wirken des berühmten Arztes und Alchemisten Paracelsus und bietet eine grüne Oase mit Heilkräutern und Pflanzen, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde Verwendung finden. Fünf über den Garten verteilte Stahlskulpturen schaffen eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.